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Nochmal Shoppero und das Geld – 80% wovon?


2007-05-06

Sorry, das ich da drauf rumreite, aber irgendwie will ich das auch verstehen, bevor ich mir Arbeit mache ;) Denn vielleicht stimmt ja doch was ich gestern alles durchgestrichen habe. [Update: Was vielleicht stimmt habe ich dort nun wieder entdurchgestrichen] Ich möchte wie immer niemandem Unrecht tun, also wer mitrechnen mag, oder mich in den Grundannahmen korrigieren kann, ich bitte dadrum.

Es ensteht der Eindruck Shoppero behält nur 20% seiner gesamten Einnahmen und gibt 80% an die Autoren weiter. Gestern war ich erst der Meinung das kann nicht stimmen, dann der Meinung ich hätte mal wieder zu schnell gedacht. Jetzt wüßte ichs gern mal genau. Also nochmal laut nachgedacht:

Erstmal ein Zitat, das das ja eigentlich erklären soll:

Affliate, TKP, CPC, alles wird in einen großen Topf geworfen, dann nach PageImpressions der User aufgeteilt und dann über den Schlüssel 20% /60% verteilt. Dabei bekommt der User 20% aller Werbe-Einnahmen, die bei seinem Traffic-Anteil auf den selbst verfassten Produktseiten entsteht und 60% der anteiligen Werbe-Einnahmen aus den durch Verlinkung entstehenden Seitenaufrufen. …

An einem Tag entstehen auf der Plattform Shoppero insg. 10.000 EUR Werbe-Einnahmen. User X hat mit seinen Inhalten einen Anteil von 0,05% an dem gesamten Traffickuchen,
also quasi 5 EUR. Von diesen 5EUR erhält der User 20%, also 1 EUR.

Der User X hat auf seinem Blog ein nettes Adget, … Die durch diesen Referer entstehenden Seitenaufrufe entsprechen 1% des gesamten Traffics auf Shoppero, werden aber mit 60% vergütet, also in diesem Fall 3 EUR. …

Und jetzt wie ich das momentan verstehe:

Und bitte berichtigt mich doch, falls das Blödsinn ist! Ich wills ja nur verstehen :)

Die Frage ist erstmal was denn »Traffickuchen« bedeutet.

Zum »Traffickuchen« der Seite gehören ja wohl auch Seiten die keine »selbst verfassten Produktseiten« sind. Und zum Traffic gehört auch jener der Teil die nicht »über das Adget« kommt. Oder wird Traffickuchen anders definiert?

Das hieße dann:

  • Die Inhalte werden nahezu zu 100% von den Autoren (Nutzern) verfasst.
  • Es gibt 100% Traffic und dabei 100% Einnahmen. (ja klar, ich weiß)
  • Es wird nicht erfasst welcher Traffic (adget oder Google oder sonstwas) welche Einnahmen verursacht, oder auf welcher Seite die Einnahmen entstanden sind (Übersichten, Suchergebnisse oder Beiträge).

Wo läuft der Traffic ab? Beispielhaft:

  • 50% auf Produktseiten
  • 50% auf Suchergebnissen und Listen, die keinem Autor zugerechnet werden können
  • Die Einnahmen, die über die 20% Regel an Autoren geht, kann sich dann nur auf die 50% Traffic beziehen die auch auf diesen Seiten stattfindet.
  • [Beispiel mit optimistischerer Annahme in den Kommentaren]

Der ganze Traffic der a. nicht auf Produktseiten stattfindet zählt zwar zum Gesamttraffic, der Anteil an den Einnahmen der auf diesen Traffic entfällt, wird aber nicht an Autoren (sowieso nur 20% davon) verteilt. Wie auch?

Wo kommt der Traffic her? Beispielhaft:

  • 70% der PI kommt von Google
  • 30% der PI über Referrer von Registrierten
  • Die Einnahmen, die über die 60% Regel an Referrer geht, kann sich dann nur auf die 30% Traffic beziehen, die auch über diese Visits stattfinden

Der ganze Traffic der nicht durch das adget erzeugt wird, sondern durch Suchmaschinen und sonstige Referrer zählt zwar zum Gesamttraffic, der Anteil an den Einnahmen wird aber nicht an die Referrer verteilt, denn diese Referrer sind ja keine Registrierten.

Dann würden die im Zitat beispielhaften 10 000 € nach meinem Beispieltraffic dann so verteilt:

  • Der Teil der an Autoren geht sind 20% von 50%, also 10%
  • Der Teil der an Referrer geht sind 60% von 30%, also 18%

Würde in dem Beispiel jetzt bedeuten:
an die User gehen 28% der Gesamteinnahmen.
Nicht 80%, wie, hier und da, der Eindruck entstehen könnte.

Sicher hab ich alles wieder falsch verstanden. Vielleicht bin ich einfach zu argwöhnisch. Und das Beispiel ist ja auch kaum realistisch (frage mich nur, in welche Richtung ich mich verschätzt habe). Hab ja sowas auch nicht studiert …

Oder ist es doch anders? Bin gespannt auf eine Aufklärung. Denn die Idee finde ich nämlich nachwievor gut!

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22 Kommentare


  1. Shoppero - Guter Plan mit Startpannen (update) || kosmar || Blog:

    […]

    Shoppero – Guter Plan mit Startpannen (update)

    [Dort hab ich nochmal weitergedacht] Shoppero heißt also […]

  2. Sebastian Küpers:

    Du hast das im Prinzip richtig gerechnet.

    Wobei ich mich gefragt hab, ob es wirklich nur 50% sind die auf Produktempfehlungen landen werden.

    Nimm man mal 80% an und Rechnet es nach deinem Beispiel in Euro:

    Dann sind 8.000 Euro von 10.000 Euro Einnahmen die 20% an Authoren gehen. Also werden schonmal 1.600 Euro ausgezahlt.

    Bei der 30% Referrer Annahme über diese Widgets sind es dann:

    3.000 Euro von 10.000 Euro Einnahmen die zu 60% an die Referer gehen. Also werden nochmal 1.800 Euro ausgezahlt.

    Soooo – 2 im Sinn – macht dann 3.400 Euro für die lieben Content-Creatoren und 6.600 Euro für Shoppero.

    Oder in Prozent:
    ————————–
    34% Content Creators
    66% Shoppero

    Also kann man vermutlich sagen, dass da im Schnitt ein 30/70 Verhälntnis rauskommt.

    Was ja a) nicht schlecht ist und b) auch das einzig glaubwürdige … ich würde mich nämlich sonst fragen, wie die sich über Wasser halten wollen ;)

  3. Kosmar:

    ja, die verteilung ist schwer zu schätzen. wahrscheinlich hast du eher recht.

    kommt zum teil darauf an ob google die produktseite oder die empfehlungsseite eher mag und wie sich das verhältnis von recherche über suche und listen zu views der empfehlungen darstellen wird. wo auf der seite dann auf werbung oder affiliate geklickt wird ist ja geichgültig.

    viel macht die schwankung aber nicht aus, es dreht sich am ende dann doch ‘nur’ um 20% davon.

    Und ja, schlecht ist das am ende nicht. [oder doch wenn man sieht, das die user fast 100% der inhaltlichen arbeit erledigen, shoppero aber für die plattform dann die geschätzten 70% für sich behält …]

  4. Nico:

    schlecht ist das am ende nicht, da gebe ich dir recht. wir reden ja auch nicht von romanen, sondern vn kurzen knackigen produktbesprechungen, das sollte man nicht vergessen.

    Wir wissen zum jetzigen Zeitpunkt auch noch null, wie das Verhältnis von refertem Traffic und von direktem Traffic sein wird, das sind nur Annahmen.

    Man sollte bei der Diskussion um das Geschäftsmodell und die gerechte Verteilung des Geldes auch nicht vernachlässigen, dass wir durchaus ein paar Kostenfaktoren auf unserer Seite haben und als Unternehmen natürlich auch Geld verdienen wollen. Nur so können wir das Produkt stetig verbessern, Leute einstellen, wachsen, etc.

  5. hufi:

    Wenn das so stimmt – und es ist ja die Frage, was ist hier Traffic-Kuchen – und wenn noch mehr das stimmt, was im zweiten Kommentar steht, dann muss ich das schlecht als Witz bezeichnen.

    Sebastian, ich weiß ja nicht in was für Wasser die schwimmen, aber wenn es um die in Rede stehenden 10.000 Euro Werbeeinnahmen am Tag geht, dann ist das eine Gelddruckerei für die Betreiber. (Und nebenbei könnten die den Bundeshaushalt finanzieren ;-))

  6. Kosmar:

    sorry das moderieren hat etwas gedauert, sonntag …

    @nico klar, aufwand haben und geld vedienen wollen alle beteiligten :)
    @hufi die 10000 sind letztlich auch nur ne geschätzte phantasiezahl. um die absoluten zahlen gings mir hier auch nicht.

  7. Kosmar:

    hups, http://blog.shoppero.com/ is down?

  8. Nico:

    sollte nicht lange so bleiben

  9. hufi:

    Ja, eine Phantasiezahl. Doch die muss man ins Kalkül ziehen. Der Witz ist doch, dass, um erfolgreich zu werden braucht man einige Nutzer und eigentlich immer mehr. Und die teilen sich das dann. Je mehr Countent-Einsteller, je weniger für die Countent-Einsteller oder (vielleicht dann auch etwas mehr) und auf der anderen Seite das Unternehmen, dass dann kontinuierlich mehr schöpft. (1000 teilen sich 1000 Euro, 10000 vielleicht 10000 Euro, das bleibt sich im Schnitt gleich; egal ob es 2, 20 oder 200 Cent sind; shoppero.com dagegen steigert seinen Anteil kontinuierlich (seien es 70, 700 oder 7000 Euro). Oder was auch immer. Ob deren Ausgaben im gleichen Maße steigen? (Garage, Haus, Glaspalast?)

  10. Kosmar:

    ja: je mehr user, umso mehr produktseiten, umso mehr google traffic, umso mehr werbeeinnahmen, umso mehr profit.
    der einzelne hat vom insgesamten mehr nicht unbedingt selbst mehr, das ist klar.
    die ausgaben steigen dann auch, communitypflege, datensicherheit, traffickosten, loadbalancing, personalkosten, miete, … mit garage, haus, palast liegst du wohl gar nicht so daneben, im übertragenen sinn natürlich :)

    unternehmerischer erfolg nennt man es dann wenn die kosten nicht so sehr steigen wie die einkünfte. den teil des erfolgs gibts aber in der tat wohl nicht für den einzelnen inhaltslieferanten. der muss quasi selbst seinen trafficanteil hochschrauben, seine texte google- und klickoptimieren und sein adget möglichst jedem auf die stirn kleben. und steigert dabei nebenbei nochmal den gesamttraffic.

    das meinte ich damit, wenn ich irgendwo schrub, das die qualität sicher nicht steigt, wenn man nicht am eigenen erfolg sondern am gesamterfolg beteiligt ist. da gehts dann nur noch um sichtbarkeit, findability und quantität, nicht um qualität.

  11. Lennard:

    Ich kann eure Rechnungen leider nicht ganz nachvollziehen. Ich kann mir vorstellen, ihr habt euch mit den Prozentzahlen vertan.

    Sebastian, du gehst von 10.000 EUR Werbeeinnahmen aus. Von diesen 10.000 EUR werden insgesamt 80%, d.h. 8.000 EUR, an die Mitglieder ausgeschüttet und 20%, d.h. 2.000 EUR sind Einnahmen der Betreiber.

    Die 8.000 EUR bestehen aus den 20% und 60% von den anfänglichen 10.000 EUR, d.h. 2.000 EUR bzw. 6.000 EUR, und werden vollständig an die Mitglieder ausbezahlt, wobei sich die Höhe der Auszahlung proportional zu den Seitenaufrufen ist. Wessen Produktempfehlungen häufig angesehen werden, der erzeugt hohe Werbeeinnahmen und bekommt damit mehr ausgezahlt.

    Man muss zwischen Referrern von Suchmaschinen, die auf die Produktempfehlungen verweisen, und Affiliate-Referrern unterscheiden.

    [kosmar sagt: meine antwort ist da unten]

  12. Nico:

    ich gebe dir bei deinen punkten recht, kosmar, bis auf den letzten absatz. wir gehen davon aus, dass die qualität gut bleibt, da der user ja mit seinem adget auf seinem blog oder seinem SN profil präsent ist. in dem umfeld wird es nur funktionieren, wenn die leser des blogs oder des SN profils nicht meinen, dass der user es nur auf das geld abgesehen hat. meine leser würden mir das sehr deutlich mitteilen, glaube ich.

  13. Kosmar:

    hm,
    wobei der zwang zu mehr quantität, wenn man bei wachsendem system gleichbleibend mitverdienen will, sich sicher auf die qualität auswirken wird. man hat ja auch nur 24 stunden am tag :/

    je mehr leute mit qualitativ schlechten beiträgen dafür sorgen, dass die einnahmen für gute autoren anteilig sinken, umso mehr gute autoren werden einfach aufhören.

    du kennst vielleicht das sogenannte »gemeinwohl-spiel«: je mehr trittbrettfahrer, umso eher kommt es zur unkooperativen mehrheit. funktionieren kann das system nur mittels sanktionen. und die hoffst du im korrektiv der peergroup, oder wie man das nennt, also der leserschaft des adget-umfelds, die dann rebellieren und trittbrettfahrertum enttarnen. gut, kann sein.
    ich befürchte die trittbrettfahrer werden schon irgendwo orte zum anschrauben ihrer trittbretter finden an denen es keine sanktionierenden leser gibt.
    und pflicht ist das adget ja nun nicht, ebensowenig ein eigener blog. es finden sich ja vielleicht auch einige die auch mit den 20% schon zufrieden sind … euch kann es im prinzip recht sein. egal sollte es euch allerdings nicht sein, denn nachhaltig wäre es nicht (außer nachhaltigkeit wäre euch wiederum egal) …

    na, wir werden sehen. und falls die autoren merken, das es sich nicht lohnt, hat es sich wenigstens für euch gelohnt. und der staat kriegt die steuern. und da haben dann ja auch wieder alle was von. stimmts? :o

    und zu deinem letzten satz : hast du es denn etwa nicht auch aufs geld abgesehen? ich teil dir das als dein leser jetzt mal deutlich mit :)

  14. Nico:

    es gibt m.E. nicht den Zwang, permanent neue Artikel zu schreiben, da ja die bestehenden Artikel bereits für Erlöse sorgen werden und wenn über das Adget halbwegs gleichmässig viele besucher auf die eigenen produkt-besprechungen gelenkt werden, dann sollte ein gleichmöässiges grundrauschen vorhanden sein.

  15. Kosmar:

    nico, das ist m.E. quatsch.

    wenn das system wächst, also der gesamttraffic steigt, sinken dabei die durchschnittlichen einnahmen des einzelnen. das ist dann eben kein gleichmäßiges grundrauschen,sondern ein sinkendes grundrauschen.

    deswegen war ich ja so entäuscht, das man nicht auf den werbeerfolg der eigenen beiträge bezogen bezahlt wird. da könnte man durch die eigene leserschaft für gleichbleibendes rauschen sorgen.

    aber wenn die bezugsgröße meiner prozente wächst, während meine referrals gleich bleiben oder weniger schnell wachsen, dann ist da nix mehr gleichmäßig am rauschen.

    falls dann niemand frustriert aufhört,müssen alle immer schneller immer mehr tun, um auf level zu bleiben. und am ende kippt alles um. das passiert freilich nicht, weil immer leute aufhören und neue anfangen, die noch nichts von dem frust wissen.

    so gehts dann wieder.
    natürlich alles im durchschnitt und idealisiert und so.

    jeder neue beitrag sinkt den trafficanteil (also die bezahlung) jedes anderen beitrags und referrers. das ist doch wohl offensichtlich, oder?

  16. Nico:

    nein, jeder neue beitrag sorgt für mehr seitenaufrufe und damit für mehr umsatz. wenn der kuchen größer wird, dann ist doch auch bei einem evtl. geringerem prozentsatz noch genug für alle da, oder nicht?

    man sollte sich auch immer wieder vor augen führen, dass es bei shoppero um sog. mikro-monetarisierung geht, also um kleines geld am rande, das aber in der summe pro monat doch ganz nett sein kann.

  17. Kosmar:

    hm, ( -jetz hört sichs langsam leicht nach pyramide an-)

    da muss dann aber pro neuem beitrag ziemlich viel am umsatz gesteigert werden, damit der absolute den relativen effekt ausgleicht. mit welchem ctr rechnet man dann da so?

    aber dafür bin ich jetzt zu müde. und micro-money is mir schon klar. wahrscheinlich kann ich meine gedankenaufwand hier in 10 jahren nicht wieder reinholen :)

    und danke, das du hier so fleissig bist. im ernst. markets are conversations.

  18. Kosmar:

    @lennard. [sorry fürs späte moderieren, mußte mich mit nico rumärgern :)]

    genauso ist es nicht.
    1. alles was an traffic nicht auf empfehlungsseiten läuft, diesen 20 anteil behält shoppero
    2. alles was an traffic nicht über adgets kommt, diesen 60% anteil behält shoppero.
    wie groß dieser trafficanteil ist, den shoppero eben nicht mit den autoren teilt. das weiß man natürlich noch nicht.

    ich denke nico hätte hier schon widersprochen, falls an der rechnung im artikel was falsch wäre. es sind auf jeden fall weniger als 80% der gesamteinnahmen die an die mitglieder gehen. vielleicht sogar ziemlich viel weniger. s.o.

  19. Das 80% Mißverständnis von Shoppero || kosmar || Blog:

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    Das 80% Mißverständnis von Shoppero

    Nachdem Nico Lumma dort meiner Beispielrechnung nicht widersprochen hat, sond […]

  20. Tim Bonnemann:

    Reading biz model discussion re: new German social commerce startup shoppero.com (in German): http://tinyurl.com/yu8bxa

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  22. Kosmar auf Radio Fritz || kosmar || Blog:

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