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Das 80% Mißverständnis von Shoppero


2007-05-07

Nachdem Nico Lumma dort meiner Beispielrechnung nicht widersprochen hat, sondern im Gegenteil lobenswert offen einige Aspekte seines Projekts Shoppero diskutiert hat, scheint meine Formel also zu stimmen.

Maximal 80% des Gesamterlöses von Shoppero wird also keineswegs an die registrierten Teilnehmer von Shoppero verteilt. Es ist wahrscheinlich erheblich weniger.

Es sei denn keine Suchmaschine indiziert Shoppero und es werden nie Übersichtsseiten oder Suchergebnisse aufgerufen. Und selbst dann nicht.

Ich wollte das nurmal so klar hier hinschreiben. Damit keiner sagt, er hätte es nicht richtig verstanden.

Das gelungen ist, dieses lohnend klingenden Mißverständnis so in der Presse und wahrscheinlich den meisten Hirnen zu platzieren, ist für mich ein bewundernswertes Beispiel von Verunklarung durch Statistik und PR. Nicht mehr und nicht weniger.

Und ich halte es für beachtenswerter als alle anderen technischen und rechtlichen Mängel die diese Beta nun noch hat.

Es war bestimmt keine böse Absicht. Denn den folgenden Absatz aus den FAQ kann ja eigentlich jeder verstehen, oder?

Wir teilen die Einnahmen aus Werbung auf Shoppero ganz einfach mit allen Shopperos. Je nachdem wieviele Seitenaufrufe die Leser gemacht haben, die ihre Artikel gelesen haben oder die über ein Adget oder sonstigen Link über Sie zu Shoppero gekommen sind, teilen wir die Werbe-Erlöse mit Ihnen. Jeder Shoppero bekommt 20% der Einnahmen auf den Artikel-Seiten und 60% der Einnahmen aus den Seitenaufrufen, die über Adgets oder Links entstanden sind. Sobald 25 EUR Guthaben angehäuft wurde, wird am Ende des Monats eine Auszahlung bequem über PayPal veranlasst.

Die Idee Blogger an Werbeumsätzen im Kontext ihrer Texte zu beteiligen, halte ich nach wie vor für großartig. (Klare Kommunikation halte ich nebenbei aber auch für großartig.)

Ob es sich unter diesen und diesen Bedingungen für den Einzelnen lohnt, überlasse ich dem Einzelnen. Wem sonst?

Ich selbst werde Shoppero ausprobieren, aus Interesse wie sehr ich mit meinen Schätzungen so daneben lag. Und weil ich sowieso jeden Scheiß Blödsinn mitmache, bekanntermaßen. Lohnen wird es sich für mich dabei, denke ich … nicht.

16 Kommentare


  1. Nico:

    ich habe immer erklärt, wovon die 80% zu erreichen sind. ich kann nur annahmen machen, wieviele user später direkt auf die seite kommen, woran dann user ja immer noch mit 20% beteiligt sind.

    Die Beteiligung der User mit den 60% erfolgt in Abhängingkeit von dem durch die User verursachten Traffic, das ist klar und wurde immer so kommuniziert.

    Insofern, vielen Dank für Dein Nachgebohre und das Deutlichmachen. Wenn mir auch klar war, dass wir natürlich bei den 60% nur vom verursachten Traffic und den damit verbundenen Werbe-Einnahmen geredet haben, kann ich Dank der Diskussion hier nachvollziehen, dass dies in der Tat zu leicht falsch zu verstehen ist. Ich glaube, ein Schaubild muss her. :)

  2. Kosmar:

    stimmt, über ein schaubild habe ich auch schon nachgedacht :) (kennst du meinen tagessatz?)

    das sind ja auch vier ecken um die man da denken muss und blogger sind ja nur einfache leute. einmal 60 und 20 zusammengezählt und schon ist man zufrieden.

    und dann kriegt man von 10 cent statt gedachten 8 doch nur echte 3 oder 4. hm.

    ich glaube dir, das du das immer korrekt erklärt hast. (was ich von diesem beitrag bei jens kunath nicht unbedingt behaupten kann. )

    nur verstanden haben wohl alle was sie verstehen wollten.

    Ich hoffe ich kann mich jetzt von dem Thema auch mal lösen, mir schwirrt nämlich der Kopf vor Prozentzeichen.

  3. Nico:

    es gibt ja einen grund, weswegen das so kompliziert und um die ecke ist. haetten wir einfach gesagt: schreib da was, und du bekommst 50% der werbeeinnahmen, dann wäre das gegröle groß, dass wir damit einfluss auf die inhalte nähmen, etc.

    durch die abkoppelung von inhalt und refertem traffic erreichen wir eine art zwischenschicht, die dafür sorgt, dass user nicht mehr genau nachvollziehen können, welcher inhalt wie viel genau bringt. das ist intransparent, keine frage, löst aber in meinen augen das problem mit dem tendenziösen schreiben, was mir sehr wichtig ist. daher auch die fokussierung auf den traffic und weniger auf den inhalt, was die prozentuale beteiligung angeht.

  4. Basic Thinking Blog » Shoppero: Updates bei Einnahmemodell:

    […] dell

    von Robert Basic, 07.05.2007 12:41

    sozusagen der Sternchentext:)) Kosmar hat sich Gedanken gemacht und kommt zu einem von Shoppero nicht d […]

  5. Kosmar:

    hab ich verstanden, find ich auch gut, nur die bezugsgröße »gesamter traffic« ist für mich heikel. besser wär vielleicht »traffic auf empfehlungen« und »traffic von adgets« als bezug gewesen. aber das hab ich jetzt nur halb durchgedacht was die implikationen wären und wie man die prozentwerte dann noch anpassen müßte.

  6. Nico:

    wir sitzen gerade an den Schaubildern. Wie hoch war Dein Tagessatz? Was kannst Du? :)

  7. Kosmar:

    die woche leider gar nicht, meld mich wenn sich doch noch was ergibt :)

  8. Nico:

    na gut :)

  9. Mathias Richel » Blog Archive » Shoppero - ein glänzendes Beispiel für “soziale” Werbung?:

    […] ahmemodell/ http://ecommerce.typepad.com/exciting_ecommerce/2007/05/shoppero_co_die.html http://kosmar.de/archives/2007/05/07/das-80-misverstandnis-v […]

  10. Shoppero scheint unfreiwillig ein Crowdsourcing-Projekt zu werden ... « Sprechblase:

    […] men aus Hamburg: Wenn Shoppero noch was werden soll. Shoppero: Updates bei Einnahmemodell Das 80% Mißverständnis von Shoppero In einer Ausführ […]

  11. off the record:

    Widgets: Die Attacke der kleinen Fussel

    Egal, wie sich Shoppero mit den Adgets entwickelt und wie Dealjäger mit seiner Box einschlägt, die Widgets sind im Kommen. Diese kleinen fusseligen Dinger für die Werbung, Interaktionselemente sagt der Fachmann, an den Seiten von Blogs, …

  12. Keine Panik! » Web 2.0 oder: Der Versuch einer postmortalen Befruchtung (am Beispiel shoppero.com):

    […] hin dagegen – bietet aber eine schöne Zusammenfassung. Kosmar rechnet und rechnet und rechnet… Der Werbeblogger ist alles andere als beg […]

  13. chain relations » Kommunikative Konsequenzen von Social Commerce und finanzieller Beteiligung der User:

    […] Die Aussagen über die Höhe werden in Blogs diskutiert. Stellvertretend sei das Blog von Markus Angermeier/Kosmar genannt. Ich will nicht darauf eingehen, ob die […]

  14. Kosmar auf Radio Fritz || kosmar || Blog:

    […] ohne furchtbares Gestammel erklären kann? Na ich glaub’s nicht. Dies war ein Update zu Das 80% Mißverständnis von Shoppero was ein Update war von […]

  15. Protokoll vom 12. Mai 2007 at Trackback:

    […] Gäste: Shoppero: Markus “Kosmar” Angermeier (Post über Shoppero) Mirko “xsized” Weiße (Post über Shopp […]

  16. Das Erlösmodell im Detail und die Idee dahinter at shoppero Blog:

    […] Kosmar diskutiert gerade das von ihm so bezeichnete 80% Mißverständnis von Shoppero und Robert Basic widmet sich auch der […]

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