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Xing wirbt. Um Verständnis.


2008-01-05

[Update am 06.01: Werbung auf Seiten der Premium-Nutzer wurde wohl während ich das da schrub bereits wieder abgeschafft. Zumindest steht auf dieser Seite bei Xing (die lustigerweise den Dokumentnamen 2008-01-07.html trägt), dass seit dem 05.01 »die Profilseiten von Premium-Mitgliedern generell frei von Werbung [sind]«. Fürs Bloggen bin ich anscheinend echt zu langsam.]

Der Beitrag ist als Kommentar zu diesem Posting bei Cems Sprechblase zu lesen. Es geht darum, dass Xing neuerdings Werbebanner einsetzt und noch neuerdings, dies auch auf den Profilseiten der Mitglieder und auch der Premiummitglieder tut. [Zahlende Premiumkunde sehen nirgends Werbung, weshalb sie ohne weiteres gar nicht merken, dass Basis-Nutzer diese auf den Premium-Profilen sehr wohl sehen.]
Und, dass man das als Premium-Nutzer hier auch ausschalten kann.
Und, wie das alles so kam und erklärt wird.
Und, weil ich Kommentare immer kleinschreibe, ist das jetzt auch kleingeschrieben:

ich mag den lars hinrichs. und ich mag das xing.

noch mehr mag ich aber, wenn man änderungen eines dienstes und seiner bedingungen vorher, rechtzeitig und eindeutig ankündigt. ich bezahle für dieses xing profil auf dem ich meine daten eingetragen und das ich mit meinen kontakten aufgewertet habe. ein jahr im voraus. da kann man doch wenigstens mal was sagen.

meinen respekt für die relativ schnelle reaktion (5 tage) hat die xing-führung. vorher handeln hätte allerdings den stress gespart und hätte mir richtig imponiert. einfach vorher mal ein paar user fragen, wie es am sinnvollsten wäre?

schon wieder hat xing mir eine neuerung eingeführt (ja, ich lass die grammatik mal so …), die ich (diesmal verzögert) mit ein paar klicks wegmachen kann. ich muss nur wissen, dass das geht und wo ich klicken kann.

warum?

kann man sich ein opt-in in sowas nicht einfach beim login bestätigen lassen? nein? warum nicht? warum immer opt-out aus optionen, die so mancher nicht haben will? weil dann 80% nein sagen würden? achso.

nach
– dem ernüchternden redesignwettbewerb (bei dem zwar jemand gewann, aber sonst auch eher nix damit passierte),
– der lauwarmen integration von fremdprofilen
– der einführung einer opt-out spreading mechanik aka newsfeed, über die manch selten-nutzer erst beim nächsten blick auf die startseite staunen wird, bis zu
– einfach mal werbung auf seiten, die von den leuten bezahlt werden, die sie erzeugt haben und allzu oft als persönliche und geschäftliche visitenkarte im netz verstehen:
xing sammelt da müffelndes karma an.

bei der langerwarteten und zugegeben heiklen api-frage und einer folgerichtigen open social integration ist immerhin noch raum nach oben.

das alles kann jeder finden wie er will. ich hab selbst gegen vieles davon gar nix. nur gefragt werden wäre total super. so aus kundensicht gedacht. besser als nachträglich auf englisch und deutsch warme worte dazu finden müssen.

dass ein unternehmen machen kann was es will, ist natürlich auch klar. man sollte sich nur nicht angewöhnen, unvorsichtig mit den menschen umzugehen aus denen der gesamte wert des unternehmens besteht. glaub ich einfach mal so vor mich hin.

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