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Vodafone


2009-07-21

Inmitten meines Urlaubs lief die aktuelle Kampagne zum Markenrelaunch von Vodafone an, die auch Social-Media-Elemente zu verwendet. Mehr und auch weniger bekannte Gesichter aus der deutschen Bloglandschaft spielen dabei eine Rolle. Ich selbst auch, daher habe ich mich entschieden jetzt hier ein paar Zeilen dazu aufzuschreiben.

Zunächst wurde ich über die Agentur Scholz & Friends gefragt, ob ich interessiert wäre das Telefon HTC Magic inklusive eines auf drei Monate begrenzten Mobilfunkvertrags testhalber zur Verfügung zu bekommen. Es gab mehrere Gründe warum ich zugestimmt habe. Der wichtigste war, dass das Ganze an keinerlei Bedingung geknüpft war. Mein Interesse an einem Android-Phone war sowohl beruflich als auch privat vorhanden. Seitdem benutze ich das Gerät und werde sobald ich das für richtig halte auch die Vor- und Nachteile hier zusammenfassen. Nicht, weil irgend jemand das gerne hätte, sondern weil ich das interessant finde. Gleichzeitig habe ich, wenn ich über das Telefon, Android oder Vodafone gesprochen, getwittert oder gebloggt habe, den Umstand möglichst offengelegt. Ein anderer Grund war sicher, dass ich gespannt war, wie Nico Lumma das Thema Social-Media bei S&F, in deren Umfeld ich auch schon gearbeitet habe, in den bekannten Orchester-Ansatz der Agentur verankern würde.

Später wurde ich gefragt, ob ich als Statist Extra in einem TV-Spot von Vodafone mitspielen möchte. Dafür sollte und habe ich eine entsprechende Darstellervergütung bekommen. Auch hier wurden keine weiteren Aktivitäten verlangt, weshalb ich per Twitter auch nicht über das für mich übliche Maß hinaus, vom Drehtag berichtet habe. Anderenfalls hätte ich auch sicher nicht daran teilgenommen.

Natürlich war mir die Metaebene der Aktionen klar. Neben dem ganz normalen Vorgehen einer Werbekampagne will sich Vodafone mit den Maßnahmen und weiteren Aktivitäten im Web bei den Menschen, die im Netz aktiver als der Durchschnitt sind, ins Gespräch bringen. Und ich fand und finde diese Grundidee gut. Wer sonst, als diese Nutzer können fundiert Feedback zu den Produkten und Dienstleistungen eines Mobilfunk- und Accessproviders geben?

Auch klar war mir, daß dieses Feedback überwiegend negativ sein wird. Die momentanen Datentarife, Vertragslaufzeiten, Unterstützung von VoIP, volumenbedingte Geschwindigkeitsdrosselungen, Tetheringbedingungen, und nicht zuletzt die Umstände beim Zugangserschwerungsgesetz bieten ja auch genug Diskussionsbedarf und Angriffsfläche. Das wäre keinem Carrier anders ergangen. Ich denke man kann sich auch sicher sein, dass dies Agentur und Kunde klar sein mußte. Umso besser finde ich die Bereitschaft in den Dialog mit den Nutzern zu treten – und die Bereitschaft der Menschen darüber zu reden, wenn man weiß, dass jemand zuhört, ist kaum zu übersehen wenn man Blogs und Twitter liest. Wer mich schonmal über Mobilfunk-Anbieter reden gehört hat, weiß, dass ich den Standpunkt vertrete, dass sie allesamt die Zeichen der Zeit bisher in dem Maß verstanden haben wie ungefähr die Musikindustrie – und dies in einer Branche, die in sich selbst die besten Voraussetzungen hätten das Social Web voranzubringen und noch direkt davon zu profitieren.

Natürlich ist das Vorgehen und die Kampagne selbst das Hauptthema der Diskussion, so selbstreferenziell ist das Social Web nunmal.

Mit dem entsprechenden Vorwurf an die beteiligten Blogger, sich als Werbefigur für eine Firma mit den genannten offenen Flanken herzugeben mußten daher alle rechnen, die nicht völlig kopflos durch die Blogs rennen. Da ich selbst im TV-Spot nur homöopathisch zu sehen bin und meine Bekanntheit begrenzt ist, bekam ich persönlich auch relativ wenig zu hören.

Ein paar Aufschreie sind dabei freilich außerordentlich weltfremd. Wer glaubt, eine Werbeagentur oder gar ein Werbegesicht habe Einfluß auf die (Produkt-)Politik einer Firma, lebt in einer Realität, in der ich auch mal gerne Urlaub machen will. Wer glaubt, man mache sich als Dienstleister, Berater, Agentur, Werbefigur, Statist, Werbeplatzvermarkter oder Werbeplatzanbieter mit allen Aspekten der werbenden Firma komplett gemein, lebt in einer Realität, die ich niemals sehen möchte. Eine Realität in der immer so klar wäre, dass jemand gerade in der Rolle eines Werbemittels auftritt, wie bei den Maßnahmen dieser Kampagne, wünschte ich mir hingegen auch für die existierende Wirklichkeit.

Dass dann einiges an kommunikativer Leistung im neuen Vodafone-Blog wenig gut läuft ist auf jeden Fall für alle – Nutzer, Blogger, Agentur, Kunde – ärgerlich. Ich hatte mir leise erhofft, dass man da etwas besser vorbereitet sei oder wurde. Vor allem, dass sich eine in Spot und Plakat sichtbare Bloggerin, nach einem sagenwirmal unglücklichen Gastbeitrag genötigt fühlt sich erstmal aus dem Netz zurückzuziehen, finde ich sehr bedauerlich. Einerseits ist klar, dass ein Text in einem Marken-Blog auch nur eine Art von Werbemaßnahme ist. Andererseits ist auch bekannt, dass ein Blog keine platte PR-Textsammlung sein darf, wenn es darum geht ernsthaft an Social Media teilzunehmen.

Allgemein gesagt ist Social Media für Agenturen und ihre Kunden ein Feld auf das sie sich begeben müssen und der Lernprozeß ist mitunter schmerzhaft. Allzuweit scheint in Marketingkreisen noch das Missverständis zu herrschen, bei Social Media handele es sich um einen weiteren Kampagnenkanal den man über die Media-Agentur bucht. Werbe- und PR-Agenturen sind oft genug gewohnt Produkte die halb Fett, halb Zucker sind, als möglichst leicht und fruchtig schmeckend zu bewerben. Firmen sind gewohnt, dass der Dialog mit Verbrauchern in der Regel über CRM, Call-Center, Verkäufer und Marktforschung läuft. Das muss, hat und wird sich, zumindest im Netz, zu einer direkteren Kommunikation mit vielen Teilnehmern hin verändern. Diese Kampagne ist im besten Fall ein Schritt dieses Wandels. Klingt vielleicht naiv, aber das war ein Grund für mich bei dem ganzen Ding mitzuspielen. Und wenn es brennt, dann heilt es.

Noch ein Satz: Die entgegenkommende Haltung von Vodafone zu den Netzsperren-Verträgen mit der Bundesregierung und dem Zugangserschwerungsgesetz finde ich, diplomatisch gesagt, nicht gut. Deren Ausmaß hatte ich, mein Fehler, vorab auch nicht ausreichend recherchiert. Ich werde, wie ich es sowieso vor hatte – das mag man mir glauben und albern, scheinheilig oder gut finden oder auch nicht –, meine Darstellervergütung dem CCC spenden.

102 Kommentare


  1. ste7130 (Steffen Siegrist):

    Reading: Vodafone | kosmar http://kosmar.de/archives/2009/07/21/vodafone/

  2. Jochen_Hoff (Jochen_Hoff):

    Danke @kosmar So sollte man mit den Dingen umgehen. http://tinyurl.com/lxsdvs #vodafail

  3. maltewelding (Malte Welding):

    http://kosmar.de/archives/2009/07/21/vodafone/
    kosmar spendet seine vodafone-gage

  4. Kosmar:

    ein zeichen, dass mein blog eh niemand liest: kommentieren tun sie schon bei facebook: http://www.facebook.com/note.php?note_id=112241966299&comments=

    sorry wenn ich hier mit dem freischalten der kommentare auch gleich etwas hinke, ich muss mal was besorgen gehen.

  5. Markus Sowada (morgenland) 's status on Tuesday, 21-Jul-09 13:52:22 UTC - Identi.ca:

    […] http://kosmar.de/archives/2009/07/21/vodafone/ […]

  6. assbach:

    och, und jetzt wollt ich grad hier… ;)

  7. cbgreenwood (cbgreenwood):

    Lese @kosmar http://kosmar.de/archives/2009/07/21/vodafone/ #vodafone “Und wenn es brennt, dann heilt es.” Will Kosmar als Kanzler. #btw09

  8. Dentaku:

    Danke. Wenn jetzt alle anderen Beteiligten der Diskussion bitte auch auf genau dieses Aufregungsniveau herunterkommen könnten, damit man sich in diesem Internetz wieder ordentlich miteinander unterhalten kann…

  9. Schnutiger (?Ute Hamelmann) hört mit dem Bloggen auf | Morgenlandfahrt:

    […] einen grösseren Überblick über die ganze Geschichte verschaffen will, findet bei Markus Angermeier (aka kosmar) einen sehr gut geschriebenen Artikel zum Thema. Aus meiner Sicht: Unbedingt […]

  10. Denny:

    Ich finde, das ist genau die Art, wie man mit diesem inzwischen so schwierigen Thema umgehen sollte. Tut gut, das zu lesen.

  11. ami (andreas milles):

    jetz hab ich den ganzen vodafone heckmeck auch kapiert (nicht dass das wichtig wäre) trotzdem danke @kosmar für http://bit.ly/cEAco

  12. Kosmar:

    oh, ich mußte gar nicht hinken, weil ich das alles bequem vom handy aus freischalten konnte, irre diese technik, was? ;)

  13. order_by_rand (ORDER BY RAND(*)):

    Siehste, Herr Angermeier hats verstanden: http://kosmar.de/archives/2009/07/21/vodafone/ #vodafail #zensursula

  14. march.:

    äußerst ruhig und reflektiert.
    vielen dank dafür!

  15. nerotunes (Jörn Sieveneck):

    recommend reading: Artikel über Vodafone bei @Kosmar http://kosmar.de/archives/2009/07/21/vodafone/

  16. DrHartmutFeucht (Dr.Hartmut Feucht):

    das beste was ich zur laufenden Vodafone Kampagne gelesen habe er bringt es auf den Punkt http://kosmar.de/archives/2009/07/21/vodafone/ #fb

  17. Webrocker:

    hi markus,
    hierzu:
    “(…)Wer glaubt, man mache sich als Dienstleister, Berater, Agentur, Werbefigur, Statist, Werbeplatzvermarkter oder Werbeplatzanbieter mit allen Aspekten der werbenden Firma komplett gemein, lebt in einer Realität, die ich niemals sehen möchte (…)”
    möchte ich noch etwas loswerden.
    natürlich geht niemand davon aus, dass jemand, der ein werbebanner in seinem blog schalten lässt, mit allen aspekten der beworbenen firma/politik konform geht, oder sich gar komplett mit der firma identifiziert.
    aber: wenn einem der punkt der netzsperren quer sitzt, man sich ernsthaft damit beschäftigt, dieses thema einem wichitg ist, dann wird man diesen einen aspekt evtl als so gewichtig halten, dass man aus diesem grund diese firma, egal, was sie sonst vielleicht alles richtig oder falsch machen, nicht bewerben wird. darauf ziehlt meiner meinung nach die kritik an den adnation-schaltungsteilnehmern.
    gruss
    Tom

  18. Kosmar:

    @tom das kann ich durchaus nachvollziehen, einige der adnation blogs schalten die kampagne ja auch nicht.

  19. Stefan:

    Die CCC-Spende ist schön. Ich frage mich, ob man sowas nicht auch planen könnte. Wenn Vodafone ihr Spass tatsächlich mehrere hundert Millionen wert ist, sollte sich doch viel mehr Geld im obigen Sinne umleiten lassen..?

  20. Webrocker:

    … was aber im umkehrschluss heisst, dass die, die schalten lassen, das netzsperrenthema nicht soo wichtig nehmen, wie es vielleicht bei einigen bislang im blog rübergekommen ist. und da zürnt dann der aufrechte tastaturkämpfer :-)

  21. Torsten:

    s/für mir übliche/für mich übliche

    Berliner halt …

  22. Kosmar:

    @torsten hihi, geändert, danke.

  23. Torsten:

    PS: Meine Klugscheißerei nicht übel nehmen. Ich bin Lehrerkind, ich kann nicht anders.

  24. Kosmar:

    keine sorge, bin ich selbst. daher korrigiere ich mal den überflüssigen punkt aus deinem zweiten kommentar und ändere die auslassungspunkte im ersten in typografisch korrekte. ;)

  25. Torsten:

    Leerzeichen vor Auslassungspunkten? Man lernt doch nie aus …

  26. order_by_rand:

    Danke, Herr Angermeier! Das ist genau die Reaktion, die ich mir von einigen anderen Beteiligten gewünscht hätte. Freut mich, dass sowas möglich ist.

  27. Patrick Breitenbach:

    Bester Beitrag zu dem Thema, vor allem weil er von einem “Involvierten” stammt und er es reflektiert und gut auf den Punkt bringt. Danke.

  28. Murphy:

    Habe vor der #Vodfail Kampagne die Haltung von Vodafone auch nicht richtig gekannt.
    (Und hättest Dir doch von der Vergütung auch einfach nen T-Mobile/O2-Vertrag holen können. ;) )

  29. Petra (writingwoman):

    Ein sehr angenehmer Beitrag zu diesem so hochgekochten Thema. Danke dafür!

  30. Franz:

    Gut gebrüllt, Löwe!

  31. aklempert (Arne Klempert):

    ein wirklich erfrischender zwischenruf in sachen #vodafone von @kosmar: http://kosmar.de/archives/2009/07/21/vodafone/

  32. Ugugu:

    Gratuliere, vor allem zum letzten Punkt. Im übrigen sehe ich die Sache wie @Tom: Die Kritik richtet sich ausschliesslich an Blogs, die trotz besseres Wissens über die Rolle der Firma Vodafone beim Thema Netzsperren deren Banner schalten. Von mir aus soll das jeder Ad-Nation Blogger handlen wie er will, in meinem Hinterkopf wird das trotzdem unter doppelbödig und unglaubwürdig haften bleiben.

  33. Michael Wenzl (micha) 's status on Tuesday, 21-Jul-09 17:27:18 UTC - Identi.ca:

    […] http://kosmar.de/archives/2009/07/21/vodafone/ […]

  34. Hans:

    Darstellergage an CCC spenden, toll!

    Was ist aber mit dem Buyout am eigenen Bild? Das ist ja auch ein nicht unerhebliches Sümmchen.

    Aber gut: leben und leben lassen!

  35. Kosmar:

    @ugugu wie gesagt, ich kann das durchaus nachvollziehen. mich interessiert außerdem ob ihr z.b. einen tv-sender, der den spot schaltet und auch schonmal kritisch über die netzsperren berichtet hat genauso kritisiert? oder eine zeitung, in der ein sperrenkritischer artikel stand – soll sie keine anzeige für einen ISP mehr schalten dürfen? – was ich meine: wenn diese logik für alle medien und alle firmen, die etwas zuvor kritisiertes tun skaliert, gäbe es bald weder werbeplätze noch werbefinanzierte medien. oder sind blogs da so etwas spezielles, weil meist auf einzelne personen reduzierbar? ich frage ernsthaft.

  36. null351 (null351):

    wow – offen und ehrlich, gefällt mir sehr gut! http://kosmar.de/archives/2009/07/21/vodafone/ #vodafone (via @Safttante)

  37. Kosmar:

    @hans … ich meinte damit durchaus die gesamte summe. außerdem überschätzt du glaube ich den verdienst von statisten.

  38. Stefan:

    @kosmar “mich interessiert außerdem ob ihr z.b. einen tv-sender, der den spot schaltet und auch schonmal kritisch über die netzsperren berichtet hat genauso kritisiert?”

    In der ganzen Sache geht es auch darum, genau diesen Medienvergleich als unlauter hinzustellen. Alte Medien sind Organisationen, die neuen Individuen, Apfelbäume und Birnen. Es geht ja nicht darum, IM INTERNET zu werben, sondern auf der Website von Kosmar, dem Blogger, dem die Menschen vertrauen. (Und zwar persönlich vertrauen, auch wenn persönliche Kenntnis nicht vorhanden ist, ist es persönliches, individuell zugerechnetes Vertrauen.)

  39. Stefan:

    Nachtrag – es geht nicht darum IM INTERNET zu werben, sondern auf einer ausgewählten Webseite. (Phrasierungszeichen filtern das Web, hätte ich ich mir denken können.)

    [kosmar: ich ergänze das oben]

  40. Deutschland hat endlich seinen Social Mob! | Telagon Sichelputzer:

    […] – was ja zumindest jeder predigt – wenn die Klientel keine Anerkennung für diesen Mut, sondern nur Häme und Respektlosigkeit erwiedern kann? Na dann bleibt für die Zukunft nur […]

  41. Privatspaßjournal von Stefan Schulz:

    […] schrieb gerade einen Kommentar in dem ich “im Internet” aussagengerecht in Phrasierungszeichen gesetzt habe. Sollte […]

  42. PickiHH (Tina Pickhardt):

    was @kosmar sagt. http://kosmar.de/archives/2009/07/21/vodafone/

  43. iForia (Thomas):

    Man lese @kosmar (inkl. der Kommentare) & finde gut: http://kosmar.de/archives/2009/07/21/vodafone/ #vodafone #insideview

  44. doener (Stephan Dörner):

    Kosmar äußert sich zu #Vodafail: http://kosmar.de/archives/2009/07/21/vodafone/

  45. FloKiDa (Florian Steps):

    interessant RT @PickiHH was @kosmar sagt. http://kosmar.de/archives/2009/07/21/vodafone/

  46. Webrocker:

    @kosmar: Ich sehe das ähnlich wie @Stefan, eine Website oder konkreter, ein Blog “enthält” mehr Persönlichkeit des Betreibers (gedanklicher Einschub, was ist zb mit Blogs mit mehreren Betreibern?) als ein Sender oder ein Verlag. Einem Sender würde ich ähnlich kritisch gegenüberstehen, wenn er im Kontext einer Sendung, die sich zb kritisch mit den Netzsperren beschäftigt, entsprechende “Zensurprovider”Werbung schaltet.
    Aber doch, in meiner Rezeption ist ein Blog zunächst mal getrieben von einer Person, einer Meinung, einer Haltung. Und diese Rezeption kann dann schon durch eine solche Anzeigenschaltung beeinflusst werden. Das ist jetzt in keinster Weise intelektuell abgeprüft, sondern eher eine Bauchgeschichte. Ich persönlich empfinde es inkonsequent, in seinem Blog zu verkünden, wie scheisse sich die Parteien zum Sperrending verhalten, zu verkünden, dass man deshalb nun zur Piratenpartei geht und dann steht da ein Banner des Providers, der nachweislich ganz vorne dabei war, die “freiwilligen” Verträge zu unterzeichnen im gleichen Blog. Hm.
    gruss
    Tom

  47. Lorenz:

    das Ding ist ja auch, dass scheinbar Nico Lumma, Johnny Häusler und Sascha Lobo die eigentlichen finanziellen Gewinner dieser Kampagne sind. Und das auf dem Rücken von Vodafone.
    Alle 3 Genannten hängen irgendwie (Gründer oder Berater) bei Adnation drin. Alle 3 schalten selber Adnation Banner auf ihren Blogs. 2 von den Genannten haben maßgeblich bei dieser Vodafone Kampagne mitgewirkt. Sounds like Vetternwirtschaft.
    Und die anderen Adnation Blogs, wie z.b. Nerdcore sind da auch nicht besser, weil inkonsequent.

  48. Jojo:

    Diese alte Leier von Blogs als ein persönliches Medium, das keine Werbung schalten darf ist doch nun langsam ausgekaut und imho totaler Schwachsinn.
    Wenn eine Anzeige als solche gekennzeichnet ist muss der Leser einfach den Verstand aufbringen diese als solche zu erkennen und vom eigentlichen (persönlichen) Inhalt zu trennen. Dementsprechend ist es auch kein Widerspruch sich gg einen Sachverhalt zu stellen und gleichzeitig Werbung für eine Firma zu schalten die sich vielleicht dafür ausspricht.

    Denn ab wann ist eine Webseite so groß, dass sie plötzlich werben darf ohne dass man sofort alle Aussagen der beworbenden Firma in den Mund des Autors oder der Autoren legt?! Oder kürzer: ab wann ist ein “Blog” ein “Blog”?

    In einer Zeitung gibt es auch Glossen und Kommentare. Und diese werden auch neben Werbung veröffentlicht und niemand regt sich darrüber auf, das sich da vielleicht etwas widerspricht.

  49. Kosmar:

    @webrocker ich denke, deshalb wird adsense in blogs auch von den meisten toleriert. einmal sind vielnutzer dafür wohl sowieso blind, andererseits sind die anzeigen nicht vom blogger ausgewählt. redaktion und anzeigengeschäft sind quasi wirklich getrennt, wie bei einer ordentlichen zeitung. – das gleiche könnte freilich bei sowas wie adnation auch gehen: der blogger kümmert sich um den inhalt, der vermarkter liefert die werbung – trennung von dings und bums. klappt natürlich irgendwie nur, wenn die menge der werbemittel so groß ist, dass da auch ein gewisser zufall herrscht und man dennoch einzelne auschließen kann. ehrlich gesagt ist glaube ich genau das letzten endes die idee von adnation, dem blogger das anzeigengeschäft abzunehmen, um die vermischung mit autorenschaft in einer person zu vermeiden. also eigentlich begrüßenswert. – ich habe ehrlich gesagt schon länger nicht mehr über das thema nachgedacht und gähne gerade wegen müdigkeit, man merkt das glaube ich auch … aber danke für deine bauchgefühlerklärung.

  50. PickiHH:

    sehr gut.
    Bleibt die Frage, warum ICH eigentlich kein HTC bekommen hab??!! #flippstevölligaus

  51. Kosmar:

    @stefan ich verstehe auch deinen kommentar im grunde gut – das thema ist aber so einfach nicht. auch wenn du z.b meinem blog vertraust, halte ich es für machbar, dass du gekennzeichnete werbung als solche erkennst und einzuschätzen weißt. [update: was @jojo sagt …]

  52. Kosmar:

    @pickihh das frage ich mich sowieso. meins ist nun leider schon ziemlich gebraucht …

  53. rantanplan1980 (Daniel Küster):

    @MoviezKult Wobei nicht alle total naiv mit dem Thema #Vodafone umgegangen sind: http://tinyurl.com/lxsdvs #Medienhure

  54. noidea:

    Daumen hoch. Wenn die ganze “Kampagne” bzw. die beteiligten Blogger in diesem offenen Stil kommunizieren würden würde da sicher einiges anders laufen!

  55. Ugugu:

    Herkömmliche werbefinanzierte Medien tun tatsächlich gut daran, solche Grundsatzdebatten ganz genau mitzuverfolgen. Doppelmoral wird in der Regel sehr wohl durchschaut.

    Strikte Trennung von Werbung und Redaktion ist die eine Sache. Das Adical/Nads/Adnation-Ding wäre im herkömmlichen Modell gewissermassen der Verlag, der sich um die Einnahmen kümmert, während sich die Blogs, also die Redaktion, wiederum ganz auf die innere Bloggfreiheit kümmern. Nur lässt sich dies eben so strikte auch wieder nicht trennen: Der beste Beweis sind die wenigen Adnation-Blogger, welche wohl sehr bewusst auf die paar Vodafone-Kröten verzichtet haben.

    Immerhin sollte man in der ganzen Debatte nicht ganz ausblenden, gibt (oder gab) es bislang tatsächlich Verleger, die für sich minimale Richtlinien festlegten, was ethisch für den Verlag noch vertretbar ist, und für wen man aus prinzipiellen Überlegungen nicht die Werbeschlampe macht. Sexinserate, um ein Beispiel zu machen, waren für viele Regionalverlage bis vor kurzem noch absolute Tabuzonen. Reserviert für die Presse aus der Schmuddelecke, die, und Bild ist in Deutschland wohl immer noch lebende Beweis, dadurch auch nie ersthaft so etwas wie Glaubwürdigkeit aufs Spiel setzten.

    Spricht etwas dagegen, dass man sich bei Adnation mal ein paar grundsätzliche Überlegungen zu dem Thema macht? Netzzensoren würde ich zumindest dringend auf eine solche Tabuliste setzen. Aber wie gesagt, jeder setze seine eigene Glaubwürdigkeit aufs Spiel, ganz wie er will, aber dann bitte auch nicht zu sehr über die gepfefferten Kommentare der eigenen Leser aufregen.

  56. zweipunktnull » Blog Archive » Vodafone: We can be heroes, just for one day:

    […] geht es ebenso. Schön, dass sich Blogger, Social Media-Papst und Vodafone-Kampagnen-Teilnehmer Kosmar sich sehr sachlich und ehrlich zu dem Thema äußert, ohne Vodafone oder der […]

  57. Das Ding mit der Werbung : Curi0usities:

    […] wird. In dem Zusammenhang hab ich in den letzten Tagen einige Diskussionen im Web mitbekommen (z.B. in den Kommentaren zu Kosmars sehr lesenswertem Artikel zum Thema Vodafone) , die in die – wie ich finde – zentrale Richtung zu dem ganzen Komplex steuern indem sie eine […]

  58. Webrocker:

    @Jojo mag ja sein, dass Du das Thema als alte Leier abtun möchtest – aber ich denke, dass genau dieses “Persönliche” des Mediums Blog es als Platz für Werbung attraktiv macht. Es ist eben nicht nur Screen-Real-Estate, den Du zur Verfügung stellst, sondern eben auch Kontext. Eine völlig losgelöste Anzeigenschaltung unabhängig vom Content des “beschalteten” Blogs wäre auch nicht im Sinne der Auftraggeber. Denke ich mal.
    Wo ziehst Du die Grenze? Würdest Du Dir Herstellervonlandminenanzeigen ins Blog schalten lassen? Werbung von Rechtsextremen aber irgnedwie gerade noch demokratisch auftretenden Parteien? Genfood?
    gruss
    Tom

  59. Michael Bielitza:

    Guter unaufgeregter und offener Beitrag. Ein Haufen Leute haben sich in den letzten Wochen aufgeführt, als hätten sie die Watergate-Affäre 2009 entdeckt. Mein Tipp: Jungs raucht euch mal einen oder fahrt mal ganz schnell Rollschuh, damit ihr runterkommt und nicht sofort so hohl dreht ;)

  60. mediaclinique | ralf schwartz:

    vodafail: Die Generation Upload frißt ihre Kinder!…

    schnutinger gibt auf und sagt Tschüss! > In “Tja” schreibt sie, “gewiss werde ich nicht mehr Web 2.0 machen”. Auslöser ist ihr Post “Twittermom” im vodafone-Blog und die anschließende Diskussion dort (bzw. bei Felix). Gestern Abend um 10 schri…

  61. Webrocker:

    noch ein nachtrag zu @jojo; es geht nicht darum, ob jemand etwas machen darf oder nicht – nur sollte man sich als Teilnehmer von Banner/Anzeigen/Whatever Schaltungen klar darüber sein, dass das das Umfeld (<- waren da wirklich gerade drei das(s)??) in dem die eigenen Beiträge erscheinen und interpretiert werden, mittönt.
    Holperiges Beispiel: eine Fachzeitschrift für BioFood würde sich mit einer Monsanto-Werbung auch eher keinen Gefallen tun. Oder?
    gruss
    Tom

  62. DreisamPirat (C.):

    Kosmar spendet vodafone geld dem CCC #Vodafail: http://kosmar.de/archives/2009/07/21/vodafone/

  63. wetterfrosch:

    Ah, #vodafone-Darsteller @kosmar möchte seine Vergütung dem CCC spenden. http://is.gd/1GMsw #zensursula

  64. Raoul Duke:

    Du hättest dir den Roman auch sparen können und anstelle dessen einfach sagen können: “Meine Eitelkeit hat mich einfach dazu getrieben. Sorry. Es hat mein Ego massiv massiert, dass Vodafone mich wollte und die Vorstellung im TV aufzutauchen hat bei mir einen temporär harten verursacht. Das ging schief, aber die Gründe sind nur zu menschlich. Denkt in euch herein, ihr hättet vielleicht genauso gehandelt. Ich werde jetzt keinen oberelitären Schwurbel daherlabern, in dem ich mich versuche nachträglich pseudointelektuell zu rechtfertigen. Vielen Dank.”

  65. Kosmar:

    wenn es so gewesen wäre, hätte ich das vielleicht so gesagt. war es aber nicht.

  66. Thorsten Claus:

    RT @talkabout Klasse Beitrag eines Bloggers mit Insider-Perspektiven zum Thema #Vodafone und Web 2.0. http://tr.im/toYI

  67. Matthias Schwenk:

    RT @wetterfrosch Ah, #vodafone-Darsteller @kosmar möchte seine Vergütung dem CCC spenden. http://is.gd/1GMsw #zensursula

  68. René:

    ich muss meine vorrednern erstmal recht geben: Schöne, unaufgeregte Diskussion um ein Thema, das in meinen Augen gar kein Thema ist. Ein Telko-Anbieter macht Werbung in Blogs? OMG!

    Zu den nachvollziebaren Zensursula-Vorwürfen: Vodafone hat das Gesetz nicht verabschiedet. Sondern der Bundestag und -rat. Einen Telko-Anbieter für Gesetzgebung zu verantworten erscheint mir etwas absurd, auch wenn er eine kleinere Rolle im Weg gespielt hat. Aber irgendwann wird diese kleine Rolle so klein, dass sie in meiner persönlichen Entscheidung, Vodefone-Werbung zuzulassen, keine Rolle mehr spielt. Vodafone will Bannerwerbung? Hmmmmnjaja, okay.

    Außerdem: Die Werbung, die auf meinem Blog läuft, interessiert mich im schlimmsten Fall nicht. Ich hatte schon Kaffeemaschinenwerbung, jetzt also Telko-Werbung (die man auch losgelöst vom Engagement in Uschis Vorhaben sehen muss, das hat außer des Vodafone-Logos herzlich wenig gemeinsam, wer mal für nen Konzern gearbeitet hat, weiß das).

    Was ich mal an all dir Hardcore-Kritiker-Blogbal-Wixmbr-Fans loswerden will, ist folgendes: Wixmbr macht in jedem zweiten Posting auf den „wunderbaren“, maximal mittelmäßig talentierten Bulo aufmerksam, der auch mal gerne romantische Fotos von Bild-Chef Diekmann für das PR-Gossip-Blatt Clap schießt. Fonsi Obermacker Rainer Mayer lässt schreibt was von „Haltung“ und lässt sich als Blog-Celeb auf irgendwelche Medientage First Class einfliegen, Kommentare dazu löscht er natürlich. Das sind die Figuren, die den Kritikern leuchtendes Vorbild sind.

    Auf der anderen Seite haben wir Leute wie Kosmar und Johnny und Schnutinger und mich, die relativ transparent aufzeigen, wie sie ihr Geld im Web verdienen und dafür auch zurecht an manchen Stellen angeschnauzt werden.

    Wer ist denn hier bitteschön der Ficker, hm?

    Ich kann trotz Vodafone-Werbung auf meinem Blog wunderbar schlafen, auch wenn ich gegen Websperren bin, aus folgenden Gründen:

    1. content und werbung sind zwei paar schuhe
    2. nicht vodafone hat für die beerdigung der gewaltenteilung durch
    gesetzgebung gestimmt, sondern der bundestag und -rat
    3. Uschi hat Vodafone genauso verarscht, wie die Leute, die auf
    der Straße pro Netzsperren unterschrieben haben: Hey, es geht gegen KiPo… – Hey, da sind wir dabei.

    So. Kill me.

  69. Fabian Fischer:

    RT @timpritlove Kluges Statement von @kosmar zu #Vodafail und #Verräterfon http://bit.ly/hBEHV

  70. Daniel:

    @MoviezKult Wobei nicht alle total naiv mit dem Thema #Vodafone umgegangen sind: http://tinyurl.com/lxsdvs #Medienhure

  71. anachorete:

    liest http://is.gd/1GT2z & bekommt dank @kosmar 1 guten überblick über das geschehene (das bis jetzt so gar nicht interessierte) #vodafone

  72. Cruel Baur:

    Kosmar spendet vodafone geld dem CCC #Vodafail: http://kosmar.de/archives/2009/07/21/vodafone/

  73. jetzt23:

    Selten so einen langen Disclaimer gelesen.

    Warum ist eigentlich keiner von euch ehrlich: “Ja, hab ich gemacht, kriegte Kohle/ Handy/ Tarife/ sonstwas” und weshalb gibts immer diese Rechtfertigungen?

  74. jetzt23:

    Ja, Rene, nein, Vodafone kann natürlich nichts für die Gesetze. Dafür konnte selbst der Freislerroland nichts, der hat sie nur umgesetzt. Daher: Vodafone kann natürlich nix für die aktuelle Gesetzgebung. Aber es kein Unternehmen, das selbige so treu umgesetzt hat.
    Gehts eigentlich noch stattstragender? Oder: Wann wird der Vodaboss Minister?

  75. Stephan___:

    Ganz schön viel Bla-Bla für “Ich war jung und brauchte das Geld”.

  76. sven:

    Ein toller Artikel Kosmar.
    Danke dafür.

  77. Kosmar:

    @Stephan___ hast du es gelesen? ich glaubte zu eher zu sagen: ich bin jung und spende das geld!?
    @jetzt23 was habe ich »gemacht«? dass ich »Kohle/ Handy/ Tarife/ sonstwas« bekam, genau das steht da oben.

  78. Webrocker:

    @rene: beim Versuch, zu erläutern, warum ich der Meinung bin, dass die Meta-Wahrnehmung der beworbenen Unternehmen auf das Blog abfärbt und in der Rezeption mit den im Blog stehenden Contents wechselwirkt, möchte ich nicht mit fixmbr oder blogbar und deren Vorschlaghammer in einen Topf geworfen werden, nur weil der gemeinsame Nenner auf den ersten Blick “Kritik an Werbung in Blogs” zu lauten scheint. Das nur mal eingeschoben, falls Du mich mit “Hardcore-Kritiker-Blogbal-Wixmbr-Fans” meintest.
    Wenn die Werbung nichts, aber auch garnichts, mit dem Umfeld (hier: Blog) zu tun hat, dann ist sie für den Werbetreibenden falsch plaziert.
    Wie weiter oben schon stand, es ist nicht Werbung *im Internet* (wobei das vielleicht von einigen Entscheidern so wahrgenommen wird), sondern Werbung *im Blog*.
    Dieses “mir doch egal, was da in meinem Blog auftaucht” kann ich nicht ganz nachvollziehen, aber vielleicht habe ich auch ein anderes Verhältnis zu meinem Blog, mit dem ich ja auch kein Geld verdiene(n will/muss).
    Wie schon bei Jojo gefragt: Wenn Dich die Werbung nicht tangiert, warum dann nicht auch braune Wahlwerbung oder Scientologie oder Ähnliches? Das soll kein Ankacken sein, das ist wirklich eine ernstgemeinte Frage; entweder gibt es schon irgendwie Kriterien und Grenzen, was aber heisst, dass doch eine gewisse Übersprechung zwischen Beworbenem und Werbeplatz vorhanden ist, oder es ist wirklich komplett in der Sandbox, dann dürfte da aber alles gehen (geltende Gesetze natürlich berücksichtigt).

  79. Kosmar:

    trackback: http://tristessedeluxe.blogger.de/stories/1451033/

  80. Jojo:

    @webrocker: Ich verstehe deinen Ansatz. Allerdings wird Werbung nicht platziert weil der Autor vielleicht so gut passt, sondern das Publikum. Diese Trennung ist klein und fein, aber wichtig. Weil sie insbesonders die Trennung von Content und Werbung betont.

    Dein Argument man könne auch Werbung machen für Waffen, religiöse Vereinigungen etc kann ich nur im Ansatz nachvollziehen. Jedes werbeschaltende Medium wird selbst entscheiden, was es schalten kann und was nicht. Das wirst du bei Zeitungen und Fernsehsendern genauso antreffen wie bei Blogs. Und ja, auch ich würde ablehnen, bzw habe ich auch schon.

    Die Frage ist die Verhältnismäßigkeit! Darf ich für vodafone werben, die sich imho in einer PR Aktion dem Aktionismus einer Ministerin angeschlossen haben und für etwas stimmen – was letztendlich von der Politik entschieden wird?

    Um deine Fragestellung einfach mal umzudrehen: Ich bin der festen Überzeugung das man bei jeder Firma Dreck im Hinterzimmer findet wenn man lange genug sucht und er auch noch so klein sein mag – und man somit niemals Werbung schalten dürfte. Ein kleines Beispiel gefällig: so erwähnt ein allseits bekannter selbsternannter Obermoralist oft und breit seinen Fiat Barchetta, während Fiat (bzw der Fiat Tochter Iveco) von Amnesty International vorgeworfen wird, maßgeblich am Entwurf und Umsetzung von Exekutionswagen in China beteiligt gewesen zu sein. http://www.amnesty-1062.de/China/chinam16.htm

  81. Ugugu:

    @René: Könnte es sein, dass du die Rolle von Vodafone in dieser schmutzigen Polit-Zensurkömodie vielleicht etwas unterschätzt? Andere Provider haben sich auch nicht liebedienerisch an Frau von der Leyen rangeschmissen, und ihr zusätzlich Munition geliefert, um auf die pöhsen nicht kooperativen “Kipo-Provider” zu zeigen.

    Wie auch immer, “Is ja nur ein Telco”, finde ich zumindest im konkreten Fall Vodafone eine ziemlich schwache Ausrede.

  82. Sven:

    @webrocker Wie du schon schreibst, ein Blog ist etwas “persönliches” und jeder kann eben selbst entscheiden, ob er oder sie Werbung überhaupt schaltet und wenn ja, welche.

    Und ja, die Grundsatzfrage, ob man Werbung in Blogs schalten soll, ist alberner Kindergartenquatsch. Bitte fangt damit nicht schon wieder an, das gab es schon 30x in den letzten Jahren.

  83. Webrocker:

    @Jojo: Hmmm… dann dreht es sich letztlich darum, warum die Besucher das Blog lesen.
    Das wäre – jetzt mal nur angenommen in Deinem Blog – weil Du entgeile Comicstrips zeichnest. Keinen interessiert, ob Du als (Privat)Person eine kritische Haltung zur Sperrendings hast (um mal bei dieser Problematik zu bleiben). Somit ist die Schaltung des VF-Banners für das Blog/die Wirkung unproblematisch.
    Ob Du es mit Deiner privaten Meinung (eieiei was für ein Konstrukt) vereinbaren kannst, dass das Banner erscheint, ist eine andere Diskussion (und Deine Sache).
    Ähnlich bei René/Nerdcore – da wird die Mehrheit der Besucher auch eher wegen der ganzen coolen Sachen, die er in den Weiten des Webs und des RSS Readers rausfischt, vorbeikommen und weniger, weil er als Person René ab und zu recht deutlich auch mit seiner politischen Meinung zu Tage tritt. Die paar Leute, die Nerdcore noch immer lesen, weil der persönliche René (hihi) da ab und an zum Vorschein kommt, haben dagegen dann vielleicht ein Problem mit der Contextübersprechung.
    Hach, ich glaube, da kann man noch Wochen drüber spekulieren und rumdiskutieren, ohne einen Konsens zu finden.
    It’s all in the eye of the beholder, oder so.

  84. 50hz – Werkstatt für Netzkommunikation » Blogarchiv » Vodafone: Und immer noch kein Ende:

    […] trotz persönlicher Beteiligung distanziert sachliche Nachbetrachtung der Bloggerbeteiligung bei Vodafone findet sich bei […]

  85. René:

    @ Webrocker: „der persönliche René“ – hrhrhr… Und nee, ich wollte Dich nicht mit den Leuten in ein Boot werfen, wollte da nur mal was graderücken…

    @ Ugugu: Und ich finde eben, Vodafones Rolle wird in diesem Schmierenpolitstück überschätzt. Irgendwann wird der Baustein im Gesamtbild eben so klein, dass ich eben auch mit dem Banner ohne Bauchschmerzen gut schlafen kann.

  86. we5:

    Der meiner Meinung nach bisher beste Beitrag zu dem Thema. Danke.

  87. Markus Spath:

    vodafone | @kosmar > http://bit.ly/120F6i

  88. off the record:

    Vodafone: Es kommt die Zeit…

    “Es kommt die Zeit, oohooh
    in der das Wünschen wieder hilft.“
    Tote Hosen

    Erinnert sich noch jemand an StudiVZ? An das StudiVZ, das noch vor nicht allzu langer Zeit zu den beliebtesten Prügelknaben der Blogosphäre gehö…

  89. jo:

    @René: Vodafone wird nicht für das Sperrgesetz kritisiert, sondern weil sie auch OHNE Gesetz auf Basis einer freiwilligen SELBSTVERPLICHTUNG sperren wollten.

  90. Jens C.:

    Boulevardthema-2.0 http://is.gd/1HBKq & http://is.gd/1HBLK #vodafone #yawn

  91. links for 2009-07-22 – Hartmut Ulrich - Randbetrachtungen:

    […] Vodafone – kosmar Markus Angermeier stellt auf seinem Blog seine Sicht der Dinge rund um den Vodafone-Bohey dar. Unaufgeregt reflektiert und analysiert er die Kampagnenentwicklung und welche Gedanken ihm in den einzelnen Phasen des Projekts durch den Kopf gingen. Professionalität zeichnet sich in meinen Augen auch durch einen Umgang mit kontrovers diskutierten Themen aus, wie Angermeier es hier vormacht. (tags: socialmedia Marketing Vodafone) weiterreichen: […]

  92. Vodafones Grabreden » F!XMBR:

    […] Mit dem Mut eines Zweijährigen Ralf – Vodafail: Die Generation Upload frisst ihre Kinder! Kosmar – Vodafone Patrick – Was der Vodafone “Corporate Blog” Case wirklich kaputt macht J – Authentizität […]

  93. amendedestages (Christian Boelling):

    @RobGreen Ich empfehle Don Alphonso http://bit.ly/AS40x, @klauseck http://bit.ly/f3EV2 und @kosmar http://bit.ly/cEAco

  94. Sascha Stoltenow:

    Schön, wenn sich einige hier über die Darstellung freuen. Es ist aber halt nur eben das: Eine Darstellung. Eine differenzierter Analyse sieht anders aus. Ich finde den Spot ok, die Motive ok, die Darsteller ok (nicht, dass sie mich begeisterten, oder gar zur Kritik motivierten), finde aber das Brimborium und die Nicht-Inhalte wirklich zum Kotzen (ebenso wie das Cyber-Mobbing, deren Betreiber sich auf eine Stufe wie die von ihnen Kritisierten stellen), halte sie aber gleichwohl für einen extrem authentischen Einblick in die Unternehmen VF und SF. Die sind so, die denken so. Und vielleicht ist das das Problem, denn hier verbinden sich Aufmerksamkeits- und Eitelkeitsökonomie (ich habe für den Spot kein Geld bekommen), mit einer extrem flexiblen, opportunistischen Haltung, die u.a. im folgenden Satz deutlich wird: “Wer glaubt, man mache sich als Dienstleister, Berater, Agentur, Werbefigur, Statist, Werbeplatzvermarkter oder Werbeplatzanbieter mit allen Aspekten der werbenden Firma komplett gemein, lebt in einer Realität, die ich niemals sehen möchte.”

    Genau diese Realität haben wir, denn die Protagonisten machen sich in der Tat völlig gemein. Was sie aber nicht tun, ist sich der Sache ihrer Kunden anzunehmen. Vielleicht eckt Amir Kassaei genau deshalb bei seinen GWA-Kollegen so an. Bei allen seltsamen Zügen in seinem öffentlichen Bild: Wer Unternehmen wirklich kreativ beraten will, braucht eine Haltung, die über “Ich bücke mich für Geld” hinaus geht. Der darf sich nicht gemein machen, sondern der Sache annehmen. In diesem Fall hätte das mindestens gehießen, evtl. mit der Werbung rauszugehen, den Social Media Ansprcuh aber erst zu kommunizieren, wenn die entsprechenden Produkte dagewesen wären.

  95. Kosmar:

    @sascha ich mache mich mit nix gemein – und sehe das bei anderen protagonisten auch nicht so. ich denke, selbst mitarbeiter einer firma machen sich persönlich nicht vollständig gemein mit ihrer firma oder gar deren kunden. das wäre eine seltsame welt in der friseure erstmal den leumund ihrer kunden durchleuchten müssten. »der sache annehmen« – das kann ich verstehen – frage ist immer was man (innen und außen und daneben) als »sache« (miß)versteht.

  96. Christian Boelling:

    @RobGreen Ich empfehle Don Alphonso http://bit.ly/AS40x, @klauseck http://bit.ly/f3EV2 und @kosmar http://bit.ly/cEAco

  97. Leander Wattig:

    Mehr als Transparenz kann man nicht verlangen.

  98. tom:

    Finde ich sehr gut, dass du das Geld an den CCC spendest. ;)

  99. warum07:

    kannste auch uns spenden :)

    liebe Grüsse
    Karen

  100. shibumi:

    ich habe seit jahren base und bleibe dabei. zudem ist mir diese vodafone werbung zu audringlich.

  101. Karl-heinz Krönes:

    bei Vodafone hast du kein Anschluss

  102. Kosmar:

    @karl-heinz kann ich so jetzt nicht bestätigen

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